TVO Fremdensitzung 2008

Fasching - Garde

ERINNERUNGEN AN DIE FASCHINGSZEIT

Kurz aber heftig war sie, die diesjährige Faschingszeit. Kaum waren die Gedanken an die vergangene Weihnachtszeit verflogen und das neue Jahr eingeläutet, begann schon die -fünfte Jahreszeit. Das war ein Wechselbad der Gefühle in einem sehr kurzen Zeitraum. So manch einem mag die schnelle Umstellung in die verschiedenen Stimmungsbereiche schwer gefallen sein. Doch wer dabei war, wurde schnell von der Begeisterung des Oberrodenbacher Faschings mitgerissen.

Obwohl die Kenner der Oberrodenbacher Faschingsszene im letzten Jahr überzeugt waren, dass keine Steigerung mehr möglich sei, wurden eines besseren belehrt. Die Faschingsabteilung setzte noch einen drauf und das, obwohl in den letzten Jahren ein personeller Umbruch entstanden war.

Schon der Einmarsch der Garde, in deren Reihen junge Gardeoffiziere ihre Hofmädchen auf den Schultern durch den Saal auf die Bühne trugen und weitere akrobatische Tanzübungen mit ihnen zeigten, sorgten nicht nur für Staunen, sondern bereits am Anfang für viel Beifall.

Als weiteres trug die Ansprache des Sitzungspräsidenten Armin Hain für eine schnelle Stimmung bei. Bereits bis dahin schlugen nicht nur die Männerherzen höher, sondern auch die anwesenden Damen honorierten mit anhaltendem Beifall diese anfänglichen Glanzpunkte des Abends, die geeignet waren, den gefüllten Saal auf das noch zu erwartende Programm einzustimmen.

Fasching - Auftritt

Ganz gezielt brachte der Protokoller Georg Hohlung das örtliche wie überörtliche Geschehen auf den Punkt, das von Insidern mit großem Applaus honoriert wurde.

Nicht nur die Domstadt Aachen verleiht jedes Jahr den Orden "Wider den tierischen Ernst". Dieser Brauch wurde im Jahre 1990 auch beim Turnverein Oberrodenbach eingeführt. In Rodenbach wird er auch Krumbeern-Orden genannt. Jedes Jahr erhält diese Auszeichnung mit Laudatio und Urkunde ein Bürger oder eine Gruppe, die sich in Rodenbach speziell für die Jugend, das Brauchtum und das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Den ersten Orden dieser Art erhielt der damalige Bürgermeister Karl-Heinz Seikel. Es war die Zeit, als der Bürgertreffsaal zur Benutzung den Vereinen übergeben wurde. Danach folgten viele Bürger und Vereine Rodenbachs.
 

In diesem Jahr fand die 18. Verleihung statt. Sie ging nach langer Beratung durch den Künstlerstammtisch und der Absegnung durch den Vorstand an Engelbert Müller. Engelbert war 28 Jahre als Kassenwart im TVO-Vorstand tätig, ohne seine vielen anderen Tätigkeit, die er trotz Vorstandsarbeit leistete, aber auch heute noch fortführt, zu schmälern.

Das Lachen sollte noch lange kein Ende nehmen. Zum ersten mal fand eine Staffelrede statt. Gerhard Trageser machte sich als besorgter Hinterbliebener seine Gedanken um seinen Erbteil. Aber wo erfährt man das meiste aus dem Ort? Natürlich auf dem Friedhof. Helmut Kempf und Oswald Schilling, in dunkle Frauenkleider gepackt, wussten als Trauerschnallen vieles zu berichten.

Zwischen den wortgewaltigen Beiträgen zeigten die Akteure des TVO sportliche Power und musikalische Eleganz in entsprechender Aufmachung. Die Showtanzgruppe, junge Mädels und Frauen, unter Verstärkung einiger junger Männer, zeigten eine raketenreife Aufführung.

Die Krumbeer Houseband sorgte gleich am Anfang der Sitzung mit eigenen Texten nach bekannten Melodien für Stimmung.

Konni Müller und Günther Trippel wussten als Schwägerin und Schwager viel Lustiges aus dem Leben zu berichten.

Die Owwerkrumbacher hatten im letzten Jahr ihren ersten Auftritt. Bereits in diesem Jahr konnten sie ihren Nachwuchs mit einem eigenen Vortrag präsentieren. Mit ihren eigenwilligen Gesangsvorträgen brachten sie den Saal zum Kochen. Der Beifall wollte nicht enden.

Bei den Männern in Frauenkleidern brodelte die Stimmung. Die kantigen Ballettschritte wurden so galant und würdevoll dargeboten, dass das Männerballett nicht ohne Zugabe von der Bühne kam.

"Der Schläächte", verkörpert von Helmut Kempf, auch "Tudlinde und Rosamunde", dargestellt von Karin Spindler und Heike Streb, berichteten aus dem Leben wie ihr Rodenbacher Schnabel gewachsen war. Diese wortgewandten Vorträge hielten jeden Zuschauer in Spannung.

Aufgehört wurde, als es am schönsten war. Gemeinsam jubelten die Krumbeern im Saal und auf der Bühne mit allen Mitwirkenden in einem Finale, das fast kein Ende nehmen wollte.

Auch der Faschingsball (Rummel) am Faschingsamstag war wieder ein großer Erfolg. Im gutgefüllten Saal kam mit der Kapelle Rumpel-Duo recht bald gute Stimmung auf. Sie wurde noch erhöht beim Einmarsch der Guggemusiker "Die Kinziggeister" aus Erlensee.Einfallsreiche Kostüme der Gäste taten ein weiteres dazu. Bewährt hat sich auch die scharfe Kontrolle auf Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

Den Akteuren auf der Bühne und ihren Helfern sowie denen, die beim Auf- und Abbau sowie Dekorieren des Saals und der Bühne geholfen haben, dazu die für die Versorgung des Akteure und Zuschauern sowie für die Reinigung des Saales zuständig waren und auch nicht zuletzt Brigitte Schomburg, die in Handfertigung ca. 100 Orden hergestellt hat, sei ein großer Dank ausgesprochen. Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich diese Veranstaltungen in den nächsten Jahren fortsetzen werden.

Fasching - Ehrung Fasching - Bühnenbild 2008

Rodenbach, 19. Februar 2008